Anfängerarten

Epiplatys dageti monroviae
Epiplatys dageti monroviae

Einer der wenigen Killifische, die man auch häufiger in Aquariengeschäften findet, ist die Unterart Epiplatys dageti monroviae, ein schön anzuschauender Hechtling mit seiner bei den Männchen gelb/rötlichen Kehle.

Auf diesen soll hier näher eingegangen werden, da sein naher Verwandter, der dageti dageti, nicht ganz so verbreitet ist, obwohl auch dieser durchaus ein für Anfänger zu empfehlender Pflegling wäre.

Treibende Vallisnerien, aber auch Riccia-Polster oder Muschelblumen mit ihren langen Wurzeln sind sein bevorzugter Aufenthaltsort. Wenn er auch immer mal in der Mitte oder in Bodennähe nach dem Rechten schaut, verbringt er doch die meiste Zeit des Tages in der oberen Region. Wer sich z.B. für Riccia als Oberflächenbepflanzung entscheidet, braucht sich bei diesem Tier nicht um den Nachwuchs zu sorgen; es kommen immer einige Jungfische hoch. Auch wer sein Becken mit einem HMF (Hamburger Mattenfilter) betreibt, sollte nicht versäumen, ab und an mal hinter der Matte nach Nachwuchs zu schauen, die Konsistenz der Matte scheint diese ebenfalls zu einem bevorzugten Laichsubstrat zu machen. Für die intensive Zucht sei ein an der Oberfläche treibender Wollmopp oder die in der Aquaristik ebenfalls verbreitete synthetische Ablaichfaser, die an der Oberfläche schwimmt, angeraten. Die Jungen sind nach dem Schlupf groß genug, gleich mit Artemia-Nauplien ernährt zu werden.

An die Wasserwerte stellt der dageti monroviae keine großen Ansprüche, von weich bis mittelhart kommt er sehr gut zu recht. Auch die Temperaturtoleranz ist sehr groß, 20 - 25 °C werden gut vertragen. Hier gibt es allerdings kontroverse Meinungen, da bei diesem Hechtling immer mal ein sehr schlechtes Geschlechterverhältnis bei der Nachzucht diskutiert wird, und erfahrene Züchter die Temperatur dafür verantwortlich machen. Da dies aber noch nicht wissenschaftlich belegt werden kann, wird hier Abstand von detaillierten Empfehlungen genommen, da ist die eigene Erfahrung wohl der Schlüssel zum Erfolg.

Dieser Hechtling lässt sich im Gegensatz zu vielen anderen Killis gut an Trockenfutter gewöhnen, allerdings ist immer die artgerechtere Ernährung mit Anflugnahrung wie z.B. Drosophila (Fruchtfliegen) vorzuziehen. Mit ihrem obenständigen Maul sind diese Tiere Meister im Erbeuten von Fliegen, Springschwänzen und was sonstnoch alles in der Natur mal auf die Wasseroberfläche fällt. Natürlich werden auch Mückenlarven gern genommen. Eine Alternative ist Frostfutter, an welches sich die Tiere ebenfalls sehr gut gewöhnen lassen.

Zusammengefasst wirklich ein liebenswerter und pflegeleichter Killi, der auch in Gesellschaft anderer Fische keine Probleme bereitet. Nicht besonders zänkisch, geht aber auch in einem Gesellschaftsbecken nicht unter und weiss seinen Platz zu behaupten.

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