Killifische
Killifische, die eierlegenden Verwandten von Guppy, Platy, Molly und Co., haben ihren Namen von holländischen Auswanderern, die die Fischchen, die sie in den kleinen Bächen (Kil) in ihrer neuen Heimat in Nordamerika fanden, als Kilvis bezeichneten.
Sie besiedeln mit Ausnahme Australiens und der Antarktis alle Kontinente. Bis auf Leuchtaugenfische leben Killifische am Rande kleinerer Gewässer und halten sich zwischen Wasserpflanzen, herunterhängenden Blätter der Landpflanzen, Wurzeln und herabgefallenem Laub auf. Dort wird auch gelaicht. Da diese Bereiche bei Niedrigwasser schnell mal trocken fallen besitzen Killi-Eier eine feste Haut. Dadurch sind sie sehr gut gegen Wasserverlust geschützt und halten auch starken Druck aus. Bis auf wenige Ausnahmen kann man ein gesundes Killi-Ei nicht zwischen zwei Fingern versehentlich zerdrücken, außer kurz nach dem Ablaichen.
Arten, die in Gewässern leben, die auch mal länger nur Niedrigwasser führen oder regelmäßig austrocknen, haben sich diesen Gegebenheiten angepasst. Sie werden als annuelle Arten oder Saisonfische bezeichnet. Die Eier dieser Arten legen in der Entwicklung Pausen ein und können dadurch Trockenheiten überstehen. Bei manchen Eiern können das auch mehrere Jahre sein. Dies gelingt nur, wenn die Eier gut geschützt im Boden liegen. Bei den ostafrikanischen Nothobranchius drückt sich das Pärchen beim Ablaichen auf den Boden und trennt sich mit einem ruckartigen Aufschwimmen, dadurch wird das Ei in den Boden getrieben.