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Epiplatys dageti monroviae

© Winfried Stenglein
Epiplatys dageti monroviae "Harbel"
© Winfried Stenglein
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Da auch immer mal nach Fischen gefragt wird, die sich hauptsächlich an der Oberfläche aufhalten, möchten wir hier einen Vertreter der Hechtlinge vorgestellen.
Mit dem dageti holt man sich einen robusten und dankbaren Pflegling in sein Aquarium. Am verbreitesten und auch häufiger in Aquariengeschäften findet man wohl den E.dageti monroviae, ein schön anzuschauender Vertreter mit seiner bei den Männchen gelb/rötlichen Kehle. Auf diesen soll hier näher eingegangen werden, da sein naher Verwandter, der E.dageti dageti nicht ganz so verbreitet ist, obwohl auch dieser durchaus ein für Anfänger zu empfehlender Pflegling wäre.
Treibende Valliserien, aber auch Riccia Polster oder Muschelblumen mit ihren langen Wurzeln sind sein bevorzugter Aufenthaltsort. Wenn er auch immer mal in der Mitte oder in Bodennähe nach dem Rechten schaut, verbringt er doch die meiste Zeit des Tages in der oberen Region. Wer sich z.B. für Riccia als Oberflächenbepflanzung entscheidet, braucht sich bei diesem Tier nicht um den Nachwuchs zu sorgen, es kommen immer extensiv Kleine hoch. Auch wer sein Becken mit einem HMF (Hamburger Mattenfilter) betreibt, sollte nicht versäumen, ab und an mal hinter der Matte nach Nachwuchs zu schauen, die Konsistenz der Matte scheint ebenfalls ein bevorzugtes Laichsubstrat zu sein. Für die intensive Zucht sei ein an der Oberfläche treibender Wollmop oder in der Aquaristik ebenfalls verbreitete synthetische Ablaichfaser, die an der Oberfläche schwimmt, angeraten. Die Jungen sind groß genug, gleich mit Artemia-Nauplien ernährt zu werden.
An die Wasserwerte stellt der E.dageti monroviae keine großen Ansprüche, von weich bis mittelhart kommt er sehr gut zurecht. Auch die Temperaturtoleranz ist sehr groß, von 20 – 25 Grad werden gut vertragen. Hier gibt es allerdings kontroverse Meinungen, da bei diesem Hechtling immer mal ein sehr schlechtes Geschlechterverhältnis bei der Nachzucht diskutiert wird, und erfahrene Züchter die Temperatur dafür verantwortlich machen. Da dies aber noch nicht wissenschaftlich belegt werden kann, wird hier Abstand von detaillierten Empfehlungen genommen, da ist die eigene Erfahrung wohl der Schlüssel zum Erfolg.
Dieser Hechtling läßt sich im Gegensatz zu vielen anderen Killis gut an Trockenfutter gewöhnen, allerdings ist immer die artgerechtere Ernährung mit Anflugnahrung wie z.B. Drosophila (Fruchtfliegen) vorzuziehen. Mit ihrem obenständigen Maul sind diese Tiere Meister im Erbeuten von Fliegen, Springschwänzen und was sonst noch alles in der Natur mal auf die Wasseroberfläche fällt. Natürlich werden auch Mückenlarven gern genommen. Eine Alternative ist Frostfutter, an welches sich die Tiere ebenfalls sehr gut gewöhnen lassen.
Zusammengefaßt wirklich ein liebenswerter und pflegeleichter Killi, der auch in Gesellschaft anderer Fische keine Probleme bereitet. Nicht besonders zänkisch, geht aber auch in einem Gesellschaftsbecken nicht unter und weiss seinen Platz zu behaupten.
(UM)

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