Einen Überblick über die Fische der Elegans-Gruppe gibt es in der
Gallery
Die Killifische der Aphyosemion elegans-Gruppe gehören wie alle Aphyosemion-Arten zu den Nicht-Annuellen Killifischen.
Es sind sehr schlanke und mit 5-7 cm Größe relativ klein bleibende Arten, die eindeutig zu den Haftlaichern gezählt werden
müssen.
Ihr Verbreitungsgebiet liegt im zentralafrikanischen Regenwald mit dem Hauptverbreitungsgebiet in der
Demokratischen Republik Kongo (DRC).
Die meisten der heute im Hobby vorhandenen Arten stammen jedoch aus den
angrenzenden Ländern im Westen (hauptsächlich aus Kamerun), da die DRC aufgrund der politischen Lage derzeit nicht bereist
werden kann.
Seit dem Jahr 2000 ist die AG nach einigen Jahren der Ruhe wieder dabei, sich neu zu organisieren.
Mittlerweile hat sich ein Kern von etwa 20 Mitgliedern aus dem In- und Ausland gebildet, der im Wesentlichen folgende
Ziele verfolgt:
- die vorhandenen Arten für das Hobby zu sichern
- die vorhandenen Arten auf eine sichere Basis zu stellen
- sogenannte "Kernarten" zu definieren und diese besonders stabil im Hobby zu verbreiten und langfristig bei mehreren
Züchtern zu halten
Wir haben in unserem "Elegans-Newsletter" bereits eine Liste der verfügbaren Arten zusammengestellt, die mit jeder
Ausgabe des ENL aktualisiert wird. Zur Zeit enthält die Liste ca. 40 verschiedene Arten und Populationen.
Für alle
vorhandenen Arten sollen möglichst genormte Zuchtpraktiken etabliert werden, die dann den Mitgliedern der AG zugänglich
gemacht werden.
Die Arten der Elegans-GruppeDie Abgrenzung der Arten der Elegans-Gruppe von anderen
Aphyosemionarten ist in der Regel schwierig, da charakteristische Merkmale zur eindeutigen Zuordnung fehlen.
Es müssen daher möglichst viele Merkmale gleichzeitig berücksichtigt werden, um eine Art der elegans-Gruppe zuordnen
zu können.
Ein besonders wichtiges Kriterium ist dabei die Herkunft der Stämme. Nahezu alle Arten aus dem zentralen
Kongogebiet werden zur elegans-Gruppe gezählt. Schwieriger wird es, wenn wir in die Überlappungsgebiete zu anderen
Aphyosemion-Arten vorstossen, wie z.B. im Osten von Kamerun, im Südosten von Gabun oder auch im Süden der Republik Kongo.
Manchmal werden daher auch die Arten A. wildekampi, A. aureum, A. hofmanni, A. hanneloreae und A. punctatum zur
Aphyosemion elegans-Gruppe gezählt. Eine Ansicht, die wir nicht teilen.
Trotz aller Schwierigkeiten bei der
wissenschaftlichen Einordnung kann der Laie die elegans-Arten meist recht einfach an ihrer charakteristischen schlanken
Körperform erkennen.
Innerhalb der Gruppe ist die Abgrenzung der Arten viel schwieriger. Daher ist es ganz
besonders wichtig, immer ganz korrekt die genauen Populations- und Fundortbezeichnungen weiter zu geben.
Des
weiteren existieren noch einige Formen, die zwar eindeutig zur Aphyosemion elegans-Gruppe gehören, aber die bisher
nicht genau eingeordnet worden sind. Diese Formen werden als sogenannte "sp.-Formen" behandelt. Dazu gehören:
A. sp. "Epoma" und A. sp. "Oyo"
Zwei weitere Arten, A. lujae und A. ferranti, gehören aufgrund ihrer geographischen
Herkunft auch zur Aphyosemion elegans-Gruppe. Zu diesen Arten existieren aber nur vage Informationen. Beide Arten sind
schon seit langem nicht mehr im Hobby, wenn sie es überhaupt jemals waren.
In älterer Literatur werden noch die
Namen A. melanopteron und A. schoutedeni erwähnt. A. melanopteron ist ein Synonym zu A. congicum, während A. schoutedeni
unserer Ansicht nach heute mit A. polli gleichzusetzen ist.
Derzeit werden die folgenden Arten zur Aphyosemion
elegans-Gruppe gezählt:
- Aphyosemion chauchei
- Aphyosemion christyi
- Aphyosemion cognatum
- Aphyosemion congicum
- Aphyosemion decorsei
- Aphyosemion elegans
- Aphyosemion lamberti
- Aphyosemion lefiniense
- Aphyosemion margaretae
- Aphyosemion polli
- Aphyosemion rectogoense
- Aphyosemion shoutedeni
- Aphyosemion schioetzi
- Aphyosemion sp. "Oyo"
ArterhaltungArterhaltung wird in unserer AG ganz groß geschrieben. Das hat seine Gründe.
Während nämlich im Gegensatz zu vielen anderen Artengruppen die Biotope der Killis in ihren Heimatländern immer wieder
für neue Aufsammlungen aufgesucht werden können, ist dies für die Herkunftsgebiete der kongolesischen Arten seit Jahren
nicht mehr möglich.
Die letzte Sammelreise, die dorthin unternommen wurde, ist die
Reise von Winfried Stenglein aus dem Jahre 1985.
Unverhofft war es im Jahr 2002
Armand von Deun aus Belgien und Uli Schliewen aus München möglich, die Demokratische Republik Kongo zu besuchen. Beide
konnten Populationen des echten A. elegans einführen und in der DKG verbreiten.
Leider verschwinden in letzter Zeit
immer mehr der früher importierten Arten aus dem Hobby, sodaß wir sehr stark daran interessiert sind, die verbleibenden
Arten im Hobby zu erhalten.
Wenn Sie Arten von bekannten (oder unbekannten) Fundorten besitzen, würden wir uns sehr
freuen, wenn Sie uns diese Arten melden würden.