Klein, bunt, vielfältig. Manchmal scheu, manchmal ausgemachte Rüpel
– und jeder auf seine Art ein Star in unseren Aquarien:

Killifische

Killifische fristen in der Aquaristik als Liebhaberfische eher ein Schattendasein. Dabei gibt es nur wenige Zierfischarten, die so vielfältige Ansprüche und Verhaltensweisen aufzeigen. Man sagt ihnen nach, sie wären sehr kurzlebig und schwer nachzuziehen. Dies trifft auf den größten Teil der Arten nicht zu. Beispiele hierfür sind unter anderem die Prachtkärpflinge der Gattungen Aphyosemion, Chromaphyosemion und Fundulopanchax. Auch viele Hechtlinge der Gattungen Aplocheilus, Epiplatys und Pseudepiplatys oder Leuchtaugenfische der Gattungen Procatopus und Poropanchax stehen mit ihrer Lebenserwartung anderen Arten kaum nach.
Spannend und hochinteressant wird es bei den Saisonfischen, z.B. der Gattung Nothobranchius, auf die die oben genannte Aussage durchaus mal zutreffen kann.

Es ist immer wieder ein außergewöhnliches Erlebnis, auch für langjährige Züchter, wenn nach Monaten der Trockenlagerung (die Trockenperioden in den Heimatbiotopen der Tiere mit auf Torf gelagertem Laich nachempfunden) endlich Wasser aufgegossen wird und die kleinen Fische nach und nach schlüpfen.

Ebenso gehören einige Spezialisten zu den Killis, die sich sogar im Sommer im Gartenteich oder in einem großen Bottich im Garten bzw. auf dem Balkon außerordentlich wohl fühlen.

Die Bezeichnung Killifisch bzw. Killifish ist wohl so entstanden: Die ersten Siedler der heutigen, als holländische Gründung 1613 entstandenen Stadt New York, bezeichneten mit Kilvies kleine Fische aus Wiesengräben und anderen kleinen Gewässern. Für diese zu den Eierlegenden Zahnkarpfen gehörenden Fische bürgerte sich der an sich nicht wissenschaftliche Name unter den Aquarianern auch parallel zu dem Begriff Fundulen ein.

Letzterer ist aber als Sammelbegriff für diese Fischfamilie mehr und mehr aus dem Sprachgebrauch verdrängt worden, während der Begriff Killis auch in der wissenschaftlichen Literatur gebräuchlich wurde.

Unter Killis versteht man heute alle eierlegenden Zahnkarpfen, nicht nur die nordamerikanischen Vertreter.

Obwohl die Gattung Oryzias nicht mehr zu den Eierlegenden Zahnkarpfen gestellt wird, kümmert sich die DKG auch weiterhin um diese Gattung